Die Novelle der Bioabfallverordnung – Was ändert sich?

Die Novelle der Bioabfallverordnung – Was ändert sich?

 

  • Es erfolgt eine direkte Rückmeldung an die Kommune, wenn bei Sichtung der angelieferten Biomüllcharge der Wert von 3 Gew.-%  Fremdstoffgehalt überschritten wird
  • Betreiber von Behandlungsanlagen müssen in Zukunft die Menge an Fremdstoffen im angelieferten Bioabfall prüfen.

  • Betreiber und Kommunen haben die Fremdstoffe aus dem Bioabfall zu entfernen


    Gegebenenfalls muss dann eine Hochstufung des Entgeltes erfolgen.  Die Begutachtung jeder Charge ist extrem aufwendig. Die Sortier- und Entsorgungskosten werden dann in Rechnung gestellt. Und das ist fast doppelt so teuer.

 

 

Plastiktüten bestehen meist – salopp gesagt – aus Erdöl und benötigen etwa 20 Jahre, um sich zu zersetzen.

Zersetzt heißt aber nicht biologisch abgebaut. Übrig bleibt die Plastiktüte in Form von Mikroplastik, welches dann in die Nahrungskette, ins Grundwasser und in die Weltmeere gelangt und dort dem Ökosystem Schaden zuführt.

Auch „kompostierbare Plastiktüten“ dürfen nicht in die Biotonne. Wir wollen sauberen  Biomüll für gute Komposterde und funktionierende Anlagen – für mehr Bioenergie und den Klimaschutz.


Macht mit und trennt Euch von Plastiktüten und kompostierbaren Plastiktüten!

 

Erfahre mehr:

https://www.wirfuerbio.de/biomuellwissen/warum-kein-bio-plastik/

 

 

Wir zeigen, was in die Biotonne darf und was nicht

Ja:

    - Essensreste, auch Gekochtes (ggf. eingewickelt in Zeitungspapier)
    - alte Lebensmittel (ohne Verpackung)
    - Obst-/Gemüsereste, Schalen, auch von Zitrusfrüchten
    - Kaffeesatz, -filter, Tee, Teebeutel, Eierschalen
    - Küchenpapier
    - Grün-/Strauchschnitt, Laub, Blumen

Nein:

    - Kunststoffe, Verpackungen, Folien, Tüten, Plastiktüten, kompostierbare Plastiktüten
    - kompostierbare Kaffeekapseln, kompostierbare Besteck etc.
    - Metalle, Alufolien, Dosen
    - Hygieneartikel, Windeln, Staubsaugerbeutel
    - Textilien, Leder
    - Katzen- und Kleintierstreu
    - behandeltes Holz, Asche
    -  Erde, Sand, Kies, Steine

Sortierhilfen (verschieden Sprachen)

https://www.wirfuerbio.de/biomuellwissen/was-darf-rein-und-was-nicht/

 

 

 

Biomüll in der Küche trennen

Zu Hause Bioabfall sammeln kann jeder machen, wie er mag. Viele haben einen Behälter unter der Spüle, manche ein geschlossenes Gefäß auf der Arbeitsplatte, und andere laufen einmal am Tag zur großen Biotonne. Die ersten beiden Sammlertypen nutzen oftmals zusätzlich eine Papiertüte, damit der Behälter nicht so stark verschmutzt. Viele Wege „führen“ bekanntlich nach Rom – und so auch in die Biotonne.

Das Wichtigste: Plastiktüten gehören nicht in die Biotonne!

Welcher Typ bist du?

Der Läufer - Lose sammeln

Der „Läufer“ sammelt seinen Bioabfall in einem Gefäß oder in Zeitungspapier und bringt den Bioabfall regelmäßig in die große Biotonne.

Der Sammler - Der Vorsortierer

Der „Sammler“ nutzt ein Gefäß ohne Tüte im Innern und bringt den Inhalt aus seinem Vorsortierer regelmäßig in die große Biotonne.

Der Sauber-Sammler -Vorsortierer (+Papiertüte)

Der „Sauber-Sammler“ nutzt einen geruchsdicht verschlossenen Behälter und bringt diesen in regelmäßigen Abständen in die große Tonne vor dem Haus.

Der Tütentrenner -Plastiktüte zum sammeln

Der „Tütentrenner“ nutzt eine Plastiktüte für den Transport und schüttet nur den Inhalt in die Biotonne. Die Plastiktüte landet in der Restmülltonne.

Dufte durch den Alltag


Jeder, der eine Biotonne nutzt, kennt ihn: diesen Gestank, der manchmal aus ihr emporsteigt.

So wertvoll Bioabfall auch ist: Der Geruch der Biotonne – vor allem des Biomülls in der Wohnung – ist und bleibt unangenehm.

Eines ist klar: Gesundheitsgefährdend ist der Geruch der Biotonne nicht! Damit eure Biotonne im Sommer dennoch nicht zur Heimat von Fliegenlarven und Maden oder im Winter nicht zur „Eisdiele“ wird, haben wir die wichtigsten Hinweise zusammengestellt.


Und denkt dran: Biomüll kann mehr und wird zu CO2-neutraler Energie oder Biokompost. Das klappt aber nur, wenn er frei von Störstoffen ist. Macht also mit und trennt euch von Plastiktüten – auch den kompostierbaren!

 

Tipps gegen üble Gerüche

Von Standplatz, Reinigung und Tonnen-„Deo“

- Biotonne nicht in die Sonne stellen. Wähle stets einen schattigen Platz.

- Lebensmittelreste in Zeitungspapier einwickeln oder in Papiertüten sammeln. Das mindert

  Feuchtigkeit in der Biotonne oder im Sammelgefäß und verhindert Maden im Sommer und Frost im

  Winter.
- Biotonne in regelmäßigen Abständen reinigen, zusätzlich ein Biotonnen-Deo nutzen.
  Gemahlenes Kaffeepulver oder – noch intesiver – Essig als „Geruchskiller“ einsetzen. Einfach zwei    

  kleine Tassen des natürlichen Neutralisators zum Ausschrubben der Tonne nehmen.
 

Ihre Ansprechpartnerin im Rathaus


Fachbereich Tiefbau und Umwelt

Frau Wendt

Tel.: 05207/8905-429
Fax: 05207/8905-541
E-Mail: l.wendt@stadt-shs.de
Rathaus: 2. OG, Zi. 227