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Mittwoch, 08.05.2024

Abgestorbene Planzen einer Buchsbaumhecke

Schädling ist wieder da!

Vom Zünsler befallene und abgestorbene Buchsbäume bei direkter Anlieferung an Recyclinghöfe in geschlossenen Säcken abgeben oder in Biomülltonne entsorgen.

Gemeinsame Pressemitteilung mit der GEG Kreis Gütersloh

Viele Gartenbesitzer haben in diesen Tagen wieder abgestorbene Buchsbäume zu beklagen. Verantwortlich dafür ist der Buchbaumzünsler. Dem Schädling ist nur schwer Herr zu werden, da er die Pflanze von innen heraus befällt und die gefräßigen Raupen oft erst sehr spät entdeckt werden. Abgestorbene Pflanzen können bedenkenlos über die Bioabfalltonne entsorgt werden. Falls jedoch Privatpersonen befallene oder abgestorbene Heckenpflanzen direkt an Recyclinghöfen anliefern wollen, ist darauf zu achten, dass alles in Säcke einzupacken und gut zu verschließen ist. So soll eine weitere Verbreitung der Falter verhindert werden.

„Nach der Abfuhr durchläuft der Bioabfall im Kompostwerk in Ennigerloh/in Gütersloh eine so genannte Hygienisierung, bei der bis zu 70 Grad Celsius entstehen“, erklärt Katrin Büschemann, Abfallberaterin in der Schloß Holte-Stukenbrock. Danach seien alle Raupen und Eier abgetötet. „Der Bioabfall wird zeitnah verarbeitet, so dass eine Verbreitung bei Entsorgung über die Biotonne ausgeschlossen ist“, erläutert sie.

Anders sehe das bei der direkten Anlieferung an die Recyclinghöfe aus. „Die dort notwendige Zwischenlagerung schafft ein Verbreitungszeitfenster, das wir unbedingt schließen müssen, um nicht von dort die Verbreitung der Falter erneut anzukurbeln“, betont Alexander Reklin, der zuständige Betriebsleiter aller von GEG/ AWG betriebenen Recyclinghöfe und bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für das umständliche Prozedere.

„Auf manchen Internetseiten wird eine Entsorgung befallener Pflanzen über die Restmülltonne empfohlen. Das ist jedoch nicht nötig“, informiert Büschemann.

Seit 2015 hat sich der Zünsler flächendeckend in Deutschland ausgebreitet. Vermutlich wurde er über Containerschiffe aus Ostasien nach Deutschland eingeschleppt. „Im Handel gekaufte Pflanzen sollten gründlich auf Zünsler untersucht werden“, ruft die Abfallberaterin auf. Nicht selten seien diese bereits befallen. „Alternativ kann auch eine Lösung sein, sich sicherheitshalber für eine alternative Ersatzpflanze zu entscheiden“, schließt sie.

Info:
Bis zu drei Generationen dieses unscheinbaren Falters, der nur neun Tage lebt, können in einer Saison entstehen. In ihrem kurzen Leben legen die Weibchen rund 150 Eier ab, bevorzugt an nicht befallenen Buchsbäumen. Innerhalb von wenigen Tagen schlüpfen die kleinen Raupen, die je nach Temperatur in drei bis zehn Wochen verschiedene Stadien durchlaufen, sich verpuppen, und dann als Falter die nächste Generation gründen. Dabei fressen die Raupen nicht nur die Blätter, sondern auch die Rinde und sogar junge Triebe der Buchsbaumpflanze.

Tipps zur Bekämpfung des Buchbaumzünslers finden sich im Internet, zum Beispiel auf www.buchsbaumzuensler.net oder www.mein-schoener-garten.de.

 

Bürger-Service-Nummer: +49 5207 8905-0