Zeitzeugenporträt Marlis Brink

Am Mittwoch, den 14.11. 2018, zeigt die Stadtverwaltung um 19 Uhr in der Aula am Gymnasium das neueste Porträt in der Reihe Zeitzeugen.

© Michael Hallau

Im Rahmen der Serie „Zeitzeugenporträts“ zeigt die Stadtverwaltung SHS am Mittwoch, 14. November 2018, um 19 Uhr in der Aula am Gymnasium SHS ein Filmporträt über Marlis Brink.

Der Name von Marlis Brink ist fest verbunden mit der Stukenbrocker Weiberfastnacht. Sie ist in Schloß Holte-Stukenbrock bekannt wie der sprichwörtliche „bunte Hund“.

Sie selbst sagt von sich, gar kein „Stukenbrocker Mädchen“ zu sein, da es sie nach dem 2. Weltkrieg als Vertriebene aus Ostpreußen nach Stukenbrock kam.

Im Film erzählt sie von ihrem langen und sehr entbehrungsreichen Weg von ihrer Heimat Tolkemit am Kurischen Haff bis in ihre neue Heimat Stukenbrock. Die Schilderungen ihrer behüteten und schönen Kindheit stehen im Gegensatz zu schrecklichen Erlebnissen nach dem Einmarsch der russische Armee in Tolkemit und der anschließenden Deportation in ein Arbeitslager im Ural.

Eine Rückkehr nach Tolkemit war nicht mehr möglich. Deshalb machte sie sich auf den Weg zu ihrer Verwandtschaft in Deutschland, um dort zu arbeiten. „Ich habe immer gearbeitet, egal, was es war“, sagt Marlis Brink, „aber ich habe auch immer gerne gefeiert.“  Sie spricht in diesem Zusammenhang von ihrer „geklauten Jugend“, die für sie der Grund war, dass sie später so gern feierte.

In Stukenbrock wurde sie Mitglied in vielen Vereinen und fühlte sich so schnell heimisch. Als passionierte Reiterin nahm sie an einem der ersten „Umzüge“ teil, die zu Karneval in Stukenbrock stattfanden. Nachdem sie dann mit Freunden im Fernsehen „Mainz bleibt Mainz“ gesehen hatte, entstand der Wunsch, so etwas auch hier auf die Beine zu stellen. Hier liegen die Wurzel der heute in ganz NRW bekannten Stukenbrocker Weiberfastnacht.

Auch wenn Marlis Brink ihren eigenen Anteil am Werden und Gelingen der Stukenbrocker Weiberfastnacht bescheiden als viel geringer ansieht, als er tatsächlich war, wäre die Weiberfastnacht ohne ihr Engagement kaum das, was sie heute darstellt. Darum ist Marlis Brink eine besondere Zeitzeugin im Sinne dieser Filmreihe.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Filmpremiere teilzunehmen. Wie immer ist der Eintritt kostenlos.

Wichtig: Die Vorführung findet in der Aula am Gymnasium, Holter Str. 155b, und nicht in der Aula der Realschule statt.

Hinweis: In der Aula am Gymnasium besteht Garderobenpflicht. Bitte planen Sie ausreichend Zeit ein, um Ihre Jacken und Mäntel an unserer kostenlosen und bewachten Garderobe abzugeben. Vielen Dank für Ihr Verständnis.