Die Verfolgung von Sinti*zze und Rom*jna im Nationalsozialismus aus tätergeschichtlicher Perspektive.

Im populären Bild der Kriminalpolizei dominieren nach wie vor Darstellungen von pfiffigen und charismatischen Ermittlungsbeamten in Kriminalfilmen oder Beamten, die keine Uniform tragen und überwiegend im Büro arbeiten und Akten führen.

Im populären Bild der Kriminalpolizei dominieren nach wie vor Darstellungen von pfiffigen und charis-matischen Ermittlungsbeamten in Kriminalfilmen oder Beamten, die keine Uniform tragen und überwie-gend im Büro arbeiten und Akten führen. Dieses Bild findet sich u.a. auch in Geschichtsschreibungen zu Kripo-Beamt*innen während der Weimarer Republik bzw. des NS-Regimes. Da sie überwiegend von ihren Büros und Schreibtischen aus in der NS-Diktatur Verbrechen begangen haben, wird ihnen oft der Begriff „Schreibtischmörder“ zugeschrieben.
Im Vortrag beleuchtet Verena Meier, Doktorandin an der Forschungsstelle Antiziganismus der Uni Hei-delberg, wie die Kriminalpolizei den Völkermord an Sinti*zze und Rom*nja arbeitsteilig umsetzte und wie diese Verbrechen von den Alliierten und der DDR aufgearbeitet wurden. Ausgangspunkt bilden ihre lo-kalhistorischen Untersuchungen zur Verfolgung von Sinti*zze und Rom*nja durch die Kriminalpolizei in Magdeburg.

Treffpunkt ist die Pforte der Polizeischule. Bitte melden Sie sich vorher an: buchung@stalag326.de