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Kunst aus Stahl

27.05.2021: Wer bei Hans Kordes in die Auffahrt biegt, sieht gleich: Hier wohnt ein Künstler. Im Garten vor dem Haus begrüßen die Besucherinnen und Besucher zahlreiche seiner imposanten Objekte aus Stahl. Wir durften den gebürtigen Schloß Holte-Stukenbrocker in Kaunitz besuchen und sind beeindruckt von den großformatigen Skulpturen.

So richtig gut meint es das Wetter nicht mit uns, als wir uns mit Hans Kordes auf dem Hof seines Hauses treffen. Starkregen und Sonne wechseln sich ab. Für Hans Kordes‘ Kunst sind das allerdings perfekte Bedingungen, schließlich sollen die Stücke eine schöne Rostpatina ansetzen. Dafür entferne er mit viel Neutralreiniger extra das Öl von seinen Objekten, erklärt der Künstler uns: „Das sind ganz hochwertige Bleche, die für den Fahrzeugbau verwendet werden. Das würde sonst ewig dauern, bis die rosten.“ Nach dem Abwaschen dauert es dann aber nur etwa vier bis sechs Wochen.

Und schon sind wir mittendrin in Hans Kordes‘ Kunst, stehen zwischen Stahlschnitten von Tieren, Menschen und phantasievollen runden Objekten. Uns fällt der große Udo Lindenberg auf, der lässig an einem Baum lehnt. Ob er ein großer Fan des Musikers sei, werde er wegen dieses Kunstwerkes oft gefragt. Eigentlich nicht, verneint Kordes lachend, aber die charakteristische Silhouette habe er interessant gefunden. Seine eigentliche Leidenschaft seien allerdings runde Formen: „Das Runde ist meine Form, das Runde ist das, was ich liebe!“ Davon zeugt zum Beispiel die Weltkugel, die nur von 2 Schrauben gehalten wird. Hierfür hat Kordes als Grundlage eigens eine Zeichnung von Albrecht Dürer verwendet und darauf seinen Entwurf aufgebaut.

Bekannt ist Hans Kordes den meisten durch den Stahlschnitt des Hermannsdenkmals. Die Schloß Holte-Stukenbrockerinnen und Schloß Holte-Stukenbrockern kennen wahrscheinlich ebenso den Stahlschnitt mit der unverkennbaren Silhouette unseres Holter Jagdschlosses. Und auch der Stukenbrocker Stuken, die Wurzel eines gefällten Baumes, zeigt deutlich die Verbundenheit des Künstlers mit seiner Heimatstadt. Mit seiner Kunst ist er immer wieder auf den Weihnachtsmärkten in der Stadt vertreten, im Hofladen von Aschof können die Stahlschnitte auch rund ums Jahr erworben werden. Und Hans Kordes hat noch viele Ideen, die in Kunst für unsere Stadt umgesetzt werden können.

Spannend sind dabei immer auch die Geschichten hinter dem Kunstwerk. Mal liegt die Inspiration für das Objekt in einer Urlaubsreise nach England - ein Reifen mit einer großen Kugel und sechs kleinen Kugeln stellt Heinrich den 8. mit seinen 6 Frauen dar – mal greift der Künstler aktuelle heimische Themen auf. Der Stahlschnitt eines Wolfes beispielsweise ist nicht etwa nur die einfache Abbildung eines beliebigen Tieres, sondern zeigt den ersten Wolf in der Senne mit dem klangvollen Namen GW1044f. Wir sind gespannt, welchen Themen auch aus unserer schönen Stadt sich Hans Kordes als Nächstes widmen wird und freuen uns schon auf weitere Kunst für Schloß Holte-Stukenbrock.

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