Gleichstellung

Gleiche Chancen für Frauen und Männer

Gleichstellungsarbeit heute bedeutet, an strukturellen Unterschieden in allen Lebensbereichen zu arbeiten, damit Voraussetzungen geschaffen werden, um jeden Mensch in allen Lebensbereichen eine Wahlfreiheit für die eigene Lebensgestaltungleben zu ermöglichen.

Durch Toleranz und Mut zur Selbstbestimmung kann jede*r von uns zu einem (geschlechter-)gerechten Miteinander beitragen! In kleinen Schritten, aber mit großer Wirkung!

Die Kommunale Gleichstellungsbeauftragte setzt sich dafür ein, vor Ort Benachteiligungen abzubauen und Frauen und Männern in Schloß Holte-Stukenbrock die gleichen Chancen zu ermöglichen.

Bürgerinnen und Bürger werden individuell unterstützt. Die Gespräche sind selbstverständlich vertraulich! Bitte vereinbaren sie einen Beratungstermin!

 

 

 

 

Grundgesetz (Artikel 3, Abs. 2, Satz 2 GG)

"Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männer und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“

Diese Regelung sorgt dafür, dass die Gleichberechtigung der Frau eine Staatszielbestimmung ist und nimmt den Staat in die Pflicht, gegen faktisch bestehende Nachteile vorzugehen.

EU-Recht (Amsterdamer Vertrag)

Nach dem Amsterdamer Vertrag sind EG-Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, die Gleichstellung von Frauen und Männern zu einer Querschnittsaufgabe der Politik zu machen ("Gender Mainstreaming").

Geschäftsordnung der Bundesministerien (§ 2 GGO)

Im Jahr 2000 wurde das Prinzip des Gender Mainstreaming in die Gemeinsame Geschäftsordnung der Bundesministerien eingefügt:

"Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist durchgängiges Leitprinzip. Es ist bei allen politischen, normgebenden und verwaltenden Maßnahmen zu beachten (Gender Mainstreaming).".

Gemeindeordnung NW (§ 5 GO NW) – Externer Aufgabenbereich

Die Verwirklichung des verfassungsrechtlichen Gebots ist laut der GO Aufgabe der Gemeinden, wobei zur Wahrnehmung dieser Aufgabe Gleichstellungsbeauftragte bestellt werden können.Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohner*innen sind in Nordrhein-Westfalen nach der GO dazu verpflichtet, eine hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte zu bestellen. Danach hat sie bei allen Vorhaben und Maßnahmen der Gemeinde mitzuwirken, die die Belange von Frauen berühren oder Auswirkungen auf die Gleichberechtigung von Frau und Mann und die Anerkennung ihrer gleichberechtigten Stellung in der Gesellschaft haben, die sich auf alle Lebensbereiche erstrecken.

In Angelegenheiten ihres Aufgabenbereiches kann sie an den Sitzungen des Verwaltungsvorstandes, des Rates und seiner Ausschüsse teilnehmen und erhält auf Wunsch Rederecht. Darüber hinaus kann sie im Rat und den Ausschüssen Stellungnahmen abgeben und die Öffentlichkeit über Angelegenheiten ihres Aufgabenbereiches informieren.

Landesgleichstellungsgesetz NW (LGG NW)  - interne Aufgabenbereich

Mit der Reform des Landesgleichstellungsgesetzes NRW im Jahr 2017 wurde den  Gleichstellungsbeauftragten gestärkte Rechte zugestanden. Es wurde geregelt, dass die Gleichstellungsbeauftragte über den Vorrang ihrer Aufgabenwahrnehmung selbst entscheidet.

In Deutschland ist die rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern erreicht.  An der tatsächlichen, alltäglichen Gleichberechtigung und -stellung müssen wir in der Gesellschaft noch arbeiten. Es gibt Fortschritte, dennoch bestehen noch erhebliche Barrieren.

Frauen sind in Politik, Gesellschaft und Arbeitsleben und Männer in der Familienarbeit und den sozialen Berufen unterrepräsentiert. 

Aufgabe der Gleichstellungspolitik ist es, dafür Sorge zu tragen, dass Rahmenbedingungen weiter verbessert werden. 

Die Landesregierung hat zum 08.03.2021 einen "Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in NRW" veröffentlicht, der informiert und dokumentiert sowie Indikatoren zur Standortbestimmung und Handlungsbedarfe sichtbar macht.

Für mehr Informationen wird Ihnen hier der "Atlas" und der "Anhang mit Statistiken" zum Download zur Verfügung gestellt.....

Hier geht es zum "Atlas"...

und hier zum "Anhang" ...

 

 

 

 

 

 

 

1) Interner Aufgabenbereich

Die internen Aufgaben, als Teil der Personalverwaltung, ergeben sich aus dem Landesgleichstellungsgesetz NRW (LGG NRW). Die Aufgabe der Gleichstellungsbeauftragten ist es, bei allen personellen, organisatorischen und sozialen Angelegenheiten mitzuwirken, wie z.B. den Stellenbesetzungsverfahren,  Teilnahme an Vorstellungsgesprächen oder Teilnahme an allen Besprechungen der Dienststelle,  die Angelegenheiten bzw. Auswirkungen auf den Aufgabenbereich haben. Über die gleichstellungsrelevanz entscheidet die Gleichstellungsbeauftragte. Um diese Aufgaben wahrnehmen zu können besteht ein frühzeitiges und umfassendes Informationsrecht,  Akteneinsichtsrecht und das Recht zur Abgabe von Stellungnahmen sowie ein Einspruchs- und Widerspruchsrecht.

Die Erstellung des Gleichstellungsplans ist nach dem LGG NRW vorgeschrieben und Aufgabe der Dienststelle. Dieser Plan ist als Instrument der Personalentwicklung konzipiert. Er ist ein wichtiges Instument, um die Geschlechtergleichstellung konzeptionell voranzutreiben, um nicht jeden Einzelfall zu diskutieren und entscheiden zu müssen. Anhand von Defiziten werden mögliche Maßnahmen über einen Zeitraum von maximal 5 Jahren mit dem Plan geregelt. Der Rat der Stadt SHS hat diesen Plan zu beschließen.

Der aktuelle Gleichstellungsplan kann hier eingesehen werden... bitte hier klicken..

 

2) Externer Aufgabenbereich

§ 5 der Gemeindeordnung für Nordrhein-Westfalen (GO NW) bilden die Grundlage für die externen Aufgaben und Rechte der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten.

Im Rahmen ihrer umfassenden Aufgabenstellung wirkt die Gleichstellungbeauftragte gemäß § 5 Abs. 3 GO NRW bei allen Vorhaben und Maßnahmen der Gemeinde mit, die die Belange von Frauen berühren oder Auswirkungen auf die Gleichberechtigung von Frau und Mann und die Anerkennung ihrer gleichberechtigten Stellung in der Gesellschaft haben.

In Angelegenheiten ihres Aufgabenbereiches hat die Gleichstellungsbeauftrage folgende Rechte:

- ein Teilnahme- und Rederecht: Rat / Ausschüsse / Verwaltungsvorstand

- Recht auf Unterrichtung der Öffentlichkeit

- Widerspruchsrecht gegen Beschlussvorlagen des Bürgermeisters/der Bürgermeisterin

 

Verhinderung  (Alters)-armut von Frauen 

(Alters)-armut von Frauen bedeutet für die Kommune ein finanzieller Aufwand, durch die Zahlungen von Sozialleistungen.

Mit einer Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen und der Eindämmung von versicherungsfreier Beschäftigung wird ein Beitrag zur kommunalen Sozial- und  Seniorenpolitik geleistet, insbesondere zur finanziellen Unabhängigkeit von Frauen.  Hierzu gehört die Aufklärung, Information von Frauen über geringfügige Beschäftigungen, Beratung, Unterstützung zur finanziellen Unabhängigkeit, in  Trennungssituationen und beim Wiedereinstieg in den Beruf und der beruflichen Entwicklung, als auch die Konzeptionierung von Angeboten mit dem Ziel der langfristigen Erhöhung der Erwerbsquote von Frauen und Aufklärung und Information der finanziellen Absicherung im Alter. 

 

Gewalt gegen Frauen / Gewaltprävention

Gewalt hat viele Gesichter. Sie ist nicht offensichtlich und macht sprachlos. Für Opfer von Gewalt gibt es Hilfe, Aufklärung über Handlungsmöglichkeiten, Vermittlung von Kontakten und Adressen.

Zur Gewaltprävention gehört die Initiierung von Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskursen für Mädchenund Frauen als auch Konflikttraining für Jungen, möglichst in Kooperation mit Vereinen, Verbänden und Schulen.

 

Integration von Mädchen und Frauen aller Nationalitäten

Schloß Holte-Stukenbrock ist „International“, denn in unserer Stadt leben Menschen aus über 100 Ländern dieser Erde und haben in Schloß Holte-Stukenbrock eine Heimat gefunden. Grund genug Frauen zusammenzubringen und jedes Jahr zum Internationalen Frauentag ein Internationales Fest für Frauen zu feiern und damit ein Beitrag zum Miteinander zu leisten. 

 

 

 

 

 

Gleichstellungsstellen haben einen Beratungsauftrag  zu einem selbstbestimmten Leben. Schwerpunkte sind Informationen zur finanziellen Unabhängigkeit und Unterstützungsmöglichkeiten, Trennungs- und Scheidungssituationen sowie Schutz bei Gewalt gegen Frauen. Als Verwaltungsfachfrau helfe ich Ihnen als Lotsin weiter. 

Vereinbaren Sie einen Termin zu Ihrer Standortbestimmung: persönlich, telefonisch oder online.

  •  Telefonische Rechtsberatung Trennung und Scheidung / jeden 2. Mittwoch im Monat / 15.00 - 17.00 Uhr / Telefon 05207 8905-333 / kostenlos/ mit und ohne Anmeldung
  • "Wir Frauen" - Offener Frauentreff / jeden 1. Mittwoch im Monat / 10.00 - 11.30 Uhr / Rathaus / kostenlos / ohne Anmeldung
  • NEU Beratung im Erwerbsleben - Offene Sprechstunde der Arbeitsagentur / ab dem 10.10.2022 / jeden 2. Montag im Monat / 13.30 - 17.00 Uhr / kostenlos / ohne Anmeldung
  • Selbstbehauptungs- und Konflikttraining für 8-10jährige Jungen / Wochenendworkshop / 17. und 18.09.2022 / Turnhalle Elbrachtschule / Gebühr 40,00 € - mit Familienpass 20,00 €
  • Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurs für 8-10jährige Mädchen / 4 Freitage / ab dem 21.10.2022 / Turnhalle Grauthoffschule / Kursgebühr 40,00 € - mit Familienpass 20,00 €
  • Aktionswochen "Gewalt gegen Frauen", 21.11.-04.12.2022
    • Beflaggung Rathaus am 25.11.2022
    • Kampagne "Männlichkeit entscheidest du"
    • Online-Fachvortrag Björn Süfke am 22.11.2022

Hier geht es zur Anmeldung

 

Informationen zu den Angeboten der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock und weiterer Angebote im Kreis Gütersloh finden Sie auf der Homepage PIA, dem Portal von und für Frauen .... klicken Sie hier

 

 

Ihre Ansprechpartnerin bei der Stadtverwaltung

Stabsstelle - Gleichstellung

Frau Fleiter

Tel.: 05207/8905-333
Fax: 05207/8905-541
E-Mail: gleichstellung@stadt-shs.de 

Rathaus: EG, Zi. 33