Archiv: Veröffentlichungen zum Corona-Virus

Geltung ab einer 7-Tages-Inzidenz von 50 (Gefährdungsstufe 2)           

  • Bei Veranstaltungen sind sowohl drinnen als auch draußen maximal 100 Personen zulässig; es sei denn, die zuständige Behörde lässt Ausnahmen auf Basis eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes zu.
  • Der Betrieb gastronomischer Einrichtungen und der Verkauf alkoholischer Getränke ist von 23 Uhr bis 6 Uhr unzulässig.
  • An Festen aus herausragendem Anlass außerhalb einer Wohnung dürfen höchstens zehn Personen teilnehmen (gilt ab Montag, 19. Oktober).
  • In der Öffentlichkeit dürfen sich außerhalb von Familien und Personen zweier Hausstände nur noch Gruppen von höchstens fünf Personen treffen.

Quelle: Kreis Gütersloh

Gütersloh. Die Feriensaison hat Halbzeit und die ersten Reisenden sind bereits aus ihrem Urlaub zurück in der Heimat. Um eine reisebedingte Coronainfektion und eine weitere Ausbreitung im privaten sowie im beruflichen Umfeld zu vermeiden, empfiehlt der Kreis Gütersloh allen Reisenden als auch deren Arbeitgebern, sich über das jeweilige Reiseziel zu informieren und entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Gemeinsam mit der pro Wirtschaft Gütersloh hat der Kreis ein Infoblatt rund um Risikogebiete, Coronatestungen und entsprechenden Kontaktnummern für Arbeitgeber herausgegeben.

23. Juli 2020, von Beate Behlert

In Nordrhein-Westfalen gilt für Ein- und Rückreisende aktuell die Coronaschutzverordnung. Demnach müssen sich Reiserückkehrer aus Risikogebieten, die keinen aktuellen negativen Coronatest vorweisen können, sofort in Quarantäne begeben und beim zuständigen Gesundheitsamt melden. Die reisebedingte Quarantäne hat arbeits- und dienstrechtliche Konsequenzen, denn dann müssen zunächst Überstunden und Urlaubstage abgefeiert werden. Wenn die aufgebraucht sind, könnten Arbeitnehmer in den unbezahlten Urlaub geschickt werden. 

Um derartige Konsequenzen zu vermeiden, sollten sich sowohl Reisende als auch Arbeitgeber stets über die aktuellen Situationen der Reiseziele informieren. Die Einstufung in Risikogebiete kann sich ständig ändern.

Für Unternehmen, die ihre Reiserückkehrer testen lassen möchten, bietet es sich an, den betriebsärztlichen Dienst einzubinden oder ein Institut zur Testung zu beauftragen. Unter der Servicehotline der pro Wirtschaft GT können sich Arbeitgeber beraten lassen. Sie ist werktags von 8 bis 17 Uhr unter der Telefonnummer 05241 851409 oder 05241 851023 erreichbar.

Das Infoblatt liefert weiterführende Informationen sowie einen Überblick über entsprechende Kontaktadressen. Es kann im Internet auf der Homepage des Kreises unter www.kreis-guetersloh.de/corona oder auf den Seiten der proWi unter www.prowi-gt.de/gruenden-wachsen/krise/corona/ runtergeladen werden.

Gütersloh. Quarantäne ist kein Vergnügen – nicht für diejenigen, die in Quarantäne geschickt wurden, noch für die, die immer wieder Menschen in Quarantäne schicken müssen. Ein konsequentes Kontaktpersonenmanagement ist aber der einzige Weg, die Infektionsketten in einem Ausbruchsgeschehen zu kappen. Disziplin des Einzelnen schützt hier die ge-samte Gesellschaft.

19. Juli 2020, von Beate Behlert

Dazu Krisenstableiter Wilhelm Gröver, der jetzt Dezernent Frank Scheffer nach vier Wochen Krisenstableitung abgelöst hat: „Dass das Management des Kreises Gütersloh bislang erfolgreich war, zeigt vor allem, dass die Ziele im Infektionsmanagement erreicht wurden: Es gibt kaum Bewegungen des Coronavirus‘ aus den Ursprungskreisen rund um Tönnies in die übrige Gesellschaft, beispielsweise in Altenpflegeeinrichtungen hinein, was besonders dramatisch gewesen wäre. Das Überspringen des Virus‘ konnte erfolgreich unterbunden werden, durch die Vorratsquarantäne. Des Weiteren ist es gelungen, die Zahl der Neuinfektionen so gering zu halten, dass es nicht zur Überlastung der regionalen Hospitäler gekommen ist. Und: es hat in der ganzen Zeit seit dem Tönnies-Ausbruch nicht einen einzigen Corona-Sterbefall zu beklagen gegeben.“

 

In der aktuellen Phase des Ausbruchsgeschehens (heute 215 aktive Fälle bekannt) ist es erforderlich, konsequent die Infizierten von den Nicht-Infizierten zu trennen. Denn nur so lässt sich vermeiden, dass immer neue Familienmitglieder oder Wohngemeinschaftsmitglieder angesteckt werden. Dazu hat der Kreis Gütersloh die Häuser an der Töpferstraße zur Verfügung gestellt. Nachdem eine infizierte Person dorthin umzieht, können die verbliebenen Kontaktpersonen nach Ablauf von 14 Tagen sicher sein, dass sie nicht infiziert wurden. Für die Verbliebenen sind das weitere 14 Tage Quarantäne – kein Vergnügen aber das Mittel der Wahl die Infektionen sicher zu beenden.

Aufgrund der unzulänglichen Adresslisten von Tönnies-Mitarbeitern, die den Behörden während der Pandemie zur Verfügung standen, ist es zu vielen Misslichkeiten gekommen: Manche Häuserblocks mit zwanzig Wohnungen haben ein und dieselbe Adresse. Es war zunächst nicht klar, welche Personen den Tönnies-Kreisen zuzurechnen sind. Vorratsquarantäne gilt in diesem Fall für die gesamte Adresse – eine Sicherheitsmaßnahme, weil es im Infektionsgeschehen immer auch um Zeit geht. Gemeinsam machen sich nun die Ordnungsämter der Kommunen und der Kreis Gütersloh daran, die Listen zu bereinigen, Quarantänen dort zu verkürzen, wo dies mit dem Infektionsschutzgesetz vereinbar ist. Immer wieder müssen die Behörden positiv Getestete von den negativ getesteten Menschen trennen.

Das Robert-Koch-Institut gibt als Grenzwert für einen Lockdown 50 Neuinfektionen pro 100.000 Bewohner in sieben Tagen an. Auch deshalb, weil ein normal ausgestattetes Gesundheitsamt das Kontaktpersonenmanagement bei 50 Fällen so gerade noch stemmen kann. Im Tönnies-Ausbruch lag diese Inzidenzzahl über 300. „Eine Mammutaufgabe. Dass angesichts der Dimension des Ausbruchs keine weiteren Toten und wenig Intensivpatienten zu beklagen sind, dafür dürfen wir dankbar sein“, sagt Wilhelm Gröver in seiner Funktion als Krisenstabsleiter.

Gütersloh. Erfreut zeigt sich heute Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) darüber, dass Österreich auf die Bitte reagiert hat, die Reiserestriktionen für Menschen aus dem Kreis Gütersloh aufzuheben. „Mich freut’s für alle Bürge-rinnen und Bürger aus dem Kreis Gütersloh, die jetzt wieder unbeschwert in Urlaub fahren können oder ihre geschäftlichen Verbindungen mit Österreich pflegen“, so der Chef der Kreisverwaltung.

14. Juli 2020, von Beate Behlert

Das Auswärtige Amt vermeldet: „Die Einreise aus Deutschland ist uneingeschränkt möglich.“ Zuvor gab es Beschränkungen für Einreisende aus dem ostwestfälischen Kreis zwischen Teutoburger Wald und Ems. Gefordert wurde ein ärztliches Zeugnis, das einen negativen PCR-Test auf SARS-Cov-2 belegt. Dieses Attest durfte nicht älter als vier Tage sein. Vor wenigen Tagen hatte Landrat Sven-Georg Adenauer in einer E-Mail an Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) appelliert:“ „[…] Mich erreichen täglich viele Mails von Bürgerinnen und Bürgern meines Kreises, die sich sehr gerne zum Urlaub in die schöne Republik Österreich aufmachen würden. Diesen Wunsch haben im Übrigen auch viele Geschäftsleute aus dem wirtschaftsstarken Kreis Gütersloh […]. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie in diesem Sinne entscheiden würden.“

 Die vom Robert Koch Institut täglich aktualisierte 7-Tages-Inzidenzzahl für den Kreis Gütersloh schwankt seit Tagen unter 30. (50 ist die kritische Grenze, bei deren Überschreiten es zu einem Lockdown kommt.) Tönnies-Mitarbeiter und deren Kontaktpersonen sind entweder in Quarantäne oder bereits genesen. Am Freitag, 17. Juli läuft die Allgemeinverfügung zum Schutz der Bevölkerung vor der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales aus.

Gütersloh. „Vogelgrippe, Schweinepest, Ehec - viele Krisen haben die Kreisverwaltung schon geschüttelt, aber das aktuelle Infektionsszenario toppt in seinem Ausmaß alles bisher Gewesene“, fasst Landrat Sven-Georg Adenauer zusammen. Von zirka 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind etwa 400 im ständigen Corona-Einsatz – seit Wochen und Monaten, auch an Wochenenden. Zum Schutz der Bevölkerung haben Gesundheitsschutz und Eindämmung der Pandemie jetzt Vorrang. Die Abteilung Gesundheit wurde zudem durch externes Personal aufgestockt. Das Pandemiegeschehen führt beispielsweise dazu, dass Mitarbeiter an völlig neuen Plätzen sitzen, komplett andere Aufgaben übernommen haben und auch für die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr unter den gewohnten Telefonnummern zu erreichen sind. Die verbliebenen Leute müssen für die abgeordneten Kollegen die Arbeit mit übernehmen.

10. Juli 2020, von Lena Baron

Der Kreis Gütersloh wird existenzsichernde Abteilungen – Jugend, Soziales, Jobcenter – auf jeden Fall aufrechterhalten. Auch die Zulassungsstelle arbeitet wie gewohnt. Den üblichen Service kann die Kreisverwaltung aber in vielen Bereichen des Hauses momentan nicht bieten. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dennoch bestrebt, für möglichst viele Anliegen eine Lösung anbieten zu können. „Ich bitte um Verständnis, das ist ein Ausnahmezustand. Das Haus arbeitet unter Volllast, wir haben alles für Corona abgezogen, was möglich ist“, erklärt Landrat Sven-Georg Adenauer.

9. Juli 2020, von Lena Baron

Corona: Stigmatisierung beenden

Landrat bittet andere Bundesländer

Die vom Robert Koch Institut täglich aktualisierte Inzidenzzahl für den Kreis Gütersloh liegt seit Tagen unter 30. Das Land Niedersachsen hat die Reisebeschränkungen gestern mit Geltung ab Samstag, 11. Juli, aufgehoben. Zuvor hatte Adenauer sich per E-Mail an die Ministerpräsidenten der Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein gewandt.

Der im Kreis Gütersloh verhängte Lockdown ist gerichtlich gekippt worden. Daher gelten nun für die Bürgerinnen und Bürger des Kreises und der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock wieder die gleichen Regeln wie für den Rest des Landes Nordrhein-Westfalen.

Gütersloh. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass sie ab heute, 23. Juni, ein Corona-Diagnosezentrum (CDZ) für die allgemeine Bevölkerung des Kreises Gütersloh am Carl-Miele-Berufskolleg in Gütersloh einrichtet. Das Zentrum wird um 14 Uhr eröffnet. Auch die niedergelassenen Ärzte im Kreis Gütersloh können nun Corona-Tests an Personen, ohne coronatypische Symptome wie Atemwegsbeschwerden oder Fieber durchführen.
23. Juni 2020, von Inga Bambana

Corona-Diagnosezentrum am Carl-Miele-Berufskolleg

Im Diagnosezentrum am Carl-Miele-Berufskolleg in Gütersloh, Wilhelm-Wolf-Straße 2 - 4, werden ausschließlich Abstriche bei Personen durchgeführt, die keine coronatypischen Symptome wie Atemwegsbeschwerden oder Fieber aufweisen. Öffnungszeiten sind heute, 23.06., ab 14 Uhr, danach regulär montags bis sonntags von 8 bis 20 Uhr.

Corona-Behandlungszentrum am Klinikum Gütersloh

Menschen, die coronatypische Symptome aufweisen, wenden sich bitte nach wie vor an ihren Haus- bzw. Facharzt oder an den Patientenservice unter der Telefonnummer 11 6 11 7. Diese werden betroffene Patienten mit Symptomen beim Behandlungszentrum der KVWL in einem Nebengebäude des Klinikums Gütersloh, Virchowstraße 19, anmelden. Infektpatienten sollten keinesfalls unangemeldet das Klinikgebäude aufsuchen!

Testzentrum auf dem Werksgelände der Firma Tönnies

Auf dem Werksgelände der Firma Tönnies werden ausschließlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens und ihre Angehörigen getestet. Diese werden eigens mit einem Fahrdienst aus der Quarantäne zu den Tests gebracht und im Anschluss wieder zu ihren Wohnungen gefahren.

Ministerpräsident Armin Laschet hat nach dem Ausbruch des Corona-Virus bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück einen Lockdown für den Kreis Gütersloh verhängt.

Die Maßnahme galt zunächst bis zum 30. Juni 2020. Am 29. Juni verkündete Ministerpräsident Armin Laschet eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 7. Juli 2020.

Mit dem Lockdown gelten ab sofort wieder die Kontaktbeschränkungen vom März. Danach dürfen sich nur Menschen einer Familie bzw. einem Hausstand oder zwei Personen in der Öffentlichkeit gemeinsam aufhalten. Außerdem gelten Einschränkungen im Bereich der Freizeitaktivitäten, denn diese sind in geschlossenen Räumen bis zum 7. Juli untersagt.

Restaurants bleiben geöffnet, dürfen aber jeweils nur zwei Personen bzw. Hausgemeinschaften an einem Tisch zulassen. Museen, Ausstellungen, Barbetriebe, Bäder, Saunen bleiben geschlossen, Geschäfte aber unter strengen Hygieneregeln geöffnet.

Reisen bleiben erlaubt, es gelten die jeweiligen Regelungen des Aufenthaltsortes, sagte Laschet.

Die Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen im Kreis Gütersloh werden auf Covid-19 getestet. Des Weiteren können sich alle Einwohnerinnen und Einwohner des Kreises kostenlos testen lassen.

 

KINDERTAGESBETREUUNG UND LOCKDOWN

Erweiterte Notbetreuung ist gesichert

Gütersloh. Für die Kindertagesbetreuung im Kreis Gütersloh gilt auch weiterhin die erweiterte Notbetreuung. Damit passt der Kreis Gütersloh seine Allgemeinverfügung an die Dauer der Corona-Verordnung des Landes an. Sobald der Lockdown aufgehoben wird, öffnen auch die Kindertageseinrichtungen wieder. Diese Regelung gilt zunächst bis einschließlich kommenden Dienstag.

3. Juli 2020, von PRESSESTELLE KREIS GÜTERSLOH

Gütersloh/Rheda-Wiedenbrück. Der Kreis Gütersloh hat heute eine Allgemeinverfügung erlassen, mit der nun sämtliche Beschäftigte der Unternehmensgruppe Tönnies am Standort Rheda-Wiedenbrück unter Quarantäne gestellt sind – inklusive der Verwaltung, Management und der Konzernspitze. Sie stellt auch zusätzlich sämtliche Haushaltsangehörige der Beschäftigten mit unter Quarantäne. „Wir werden alles unternehmen, um einen weitreichenden Lockdown im Kreis Gütersloh zu verhindern. Leider müssen wir feststellen, dass die für das Personal in den Produktionsbereichen am 16. Juni erlassenen Quarantänen nicht von allen eingehalten wurden“, erläuterte Landrat Sven-Georg Adenauer diesen Schritt. Die Überprüfung der Quarantäne wird jetzt in Zusammenarbeit mit den örtlichen Ordnungsbehörden und mit weiteren auswärtigen Kräften deutlich verstärkt werden.

19. Juni 2020, von Jan Focken

Der Schlachthof wurde bereits am Dienstag, 16. Juni, geschlossen. Heute folgte der Lebensmittelbetrieb. Auch der Werksverkauf steht seit heute Mittag für die Öffentlichkeit nicht mehr zur Verfügung. Die Zerlegebetriebe und der Versand werden morgen Abend geschlossen. Der Kreis hatte dem Unternehmen in den Produktionsbereichen noch eine so genannte Arbeitsquarantäne gestattet, um die zuletzt geschlachteten Tiere noch zu Lebensmitteln verarbeiten zu können. Dem Unternehmen werden ab morgen nur in eng begrenzten Bereichen eine Arbeitsquarantäne (wie der Personalverwaltung, Unternehmensführung, Technik) eröffnet sein. Arbeitsquarantäne bedeutet, dass die Betroffenen sich nur zu Hause, in den zugelassen Betriebsbereichen und unter Beachtung von Hygieneauflagen auf dem direkten Weg zur Arbeit und zurück aufhalten dürfen.

Die Maßnahmen zu den weiteren Betriebsschließungen werden von Kreismitarbeitern, die dort unter anderem in der Fleischkontrolle tätig sind, begleitet und überwacht. So haben sie unter anderem Tore verplombt, Eingänge überwacht und Lkws kontrolliert. Die Schließungen umfassen einen Zeitraum von 14 Tagen.

Gütersloh/Rheda-Wiedenbrück. Der Kreis Gütersloh erhält Unterstützung durch die Bundeswehr: 13 Kräfte mit medizinischen Vorkenntnissen und zwölf Soldaten für die Dokumentation werden bei der Testung von rund 5.000 Personen, die bei der Firma Tönnies tätig sind, ab Freitag, 19. Juni, unterstützen. Der Kreis hatte das Hilfeersuchen auf den Weg gebracht, weil die Ehrenamtlichen des Deutschen Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdiensts, aber auch der kreiseigenen Rettungsdienst am Ende ihrer Kapazitäten sind. Deutsche Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst und der Rettungsdienst des Kreises Gütersloh hatten sowohl die Reihentests Mitte Mai, bei der sämtliche Produktionsmitarbeiter getestet worden sind, als auch die am 16. Juni und heute durchgeführten Testungen in der Zerlegung auf dem Werksgelände der Firma Tönnies durchgeführt. Von den am 16. Juni genommenen 1.106 Abstrichen sind 730 Befunde (Vortag: 657) positiv. Im Rahmen der heutigen Testungen wurden bisher rund 600 Beschäftige durch Mitarbeiter des Kreises Gütersloh abgestrichen. Die Reihentestung wird voraussichtlich bis zum 23. Juni andauern.

Gütersloh. Ab dem morgigen Freitag, 19. Juni 2020, bietet der Kreis Gütersloh eine muttersprachliche Corona-Hotline für Bürgerinnen und Bürger aus Polen und Rumänien an. Beantwortet werden alle Fragen rund um das Coronavirus. Das Angebot ist kostenlos.18. Juni 2020, von Inga Bambana

Die Hotline für Menschen der Muttersprache Rumänisch ist unter der Rufnummer 05241/85-4513 montags, mittwochs und freitags jeweils von 9 bis 12 Uhr sowie dienstags und donnerstags jeweils von 15 bis 18 Uhr erreichbar.

Die Hotline für Menschen der Muttersprache Polnisch ist unter der Rufnummer 05241/85-4573 montags, mittwochs und freitags jeweils von 15 bis 18 Uhr sowie dienstags und donnerstags jeweils von 9 bis 12 Uhr erreichbar.

Hintergrund der Entscheidung ist das Ausbruchsgeschehen des Coronavirus bei der Firma Tönnies. Unterstützt wird die Telefonhotline von den Sprachlotsen des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Gütersloh in Zusammenarbeit mit den hiesigen Beratungsstellen wie dem Caritasverband, der Willkommensagentur und der AWO, die beratend den Südosteuropäern im Kreis Gütersloh zur Verfügung stehen. Falls erforderlich, werden zu einem späteren Zeitpunkt weitere Sprachen, wie beispielsweise Bulgarisch, angeboten.

Zerlegung von Tönnies ein Ausbruchsherd: Nach Auswertung von rund 589 Proben allein 395 positive
Gütersloh/Rheda-Wiedenbrück. Bei den Coronatests des Kreises Gütersloh in der Zerlegung der Firma Tönnies sind vier von fünf Abstrichen positiv gewesen. Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch hatte daher am Mittwochmorgen umgehend den Corona-Krisenstab einberufen. 1.050 Proben haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreises Gütersloh mit Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des Malteser Hilfsdienst (MHD) am Dienstag auf dem Gelände des Unternehmens genommen. Aktuell liegen 589 Befunde vor, davon sind 395 positiv. Im Laufe des Vormittags kamen über die ‚normalen‘ Wege – Abstriche unabhängig von der Testung des Kreises – 20 weitere positive Proben hinzu. Mit weiteren positiven Befunden ist zu rechnen. In den aktuellen, vom Kreis täglich veröffentlichten Zahlen, die sich jeweils auf den Zeitpunkt 0 Uhr beziehen, sind diese positiven Befunde noch nicht enthalten.
17. Juni 2020, von Isabelle Helmke

In der unmittelbar einberufenen Krisenstabssitzung wurden Maßnahmen festgelegt, um die Gefahr einer Weiterverbreitung des Virus unverzüglich zu minimieren. Dies sind:

  1. Alle Infizierten und Kontaktpersonen der Kategorie 1 werden unverzüglich abgesondert beziehungsweise und unter Quarantäne gestellt.  Die Quarantäne und Absonderung wird vorrangig in den bisher genutzten Wohnungen und Unterkünften erfolgen. Soweit diese nicht genügen sollte, werden kurzfristig Überlaufkapazitäten geschaffen.
  2. Der Kreis Gütersloh hat der Firma Tönnies die unverzügliche Schließung des Schlachtbetriebes angeordnet. Im Übrigen wird die weitere Produktion in den betroffenen Betrieben auf dem Gelände der Unternehmensgruppe Tönnies am Standort Rheda-Wiedenbrück unverzüglich zurückgefahren.
  3. In den Schulen im Kreis Gütersloh wird ab dem 18. Juni bis zum 26. Juni, das heißt bis zum Beginn der Sommerferien, kein allgemeiner Unterricht mehr statt. In den Kindertageseinrichtungen und den Schulen wird es erweiterte Notbetreuung geben.
  4. Der Kreis Gütersloh wird kurzfristig alle noch nicht getesteten und auf dem Betriebsgelände tätigen Personen bei Tönnies unter Quarantäne stellen und testen.

Einen allgemeinen Lockdown im Kreis Gütersloh wird es nicht geben. Dies hatten Landrat Sven-Georg Adenauer und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann gemeinsam festgelegt. 

An der Sitzung des Krisenstabes hatten Vertreter der drei hauptsächlich betroffenen Kommunen Rheda-Wiedenbrück, Verl und Gütersloh teilgenommen. Für die Tönnies Unternehmensgruppe Tönnies hatte unter anderem Konzernchef Clemens Tönnies an der Krisenstabssitzung teilgenommen. Die Firma Tönnies war vom Krisenstabsleiter des Kreises Gütersloh unmittelbar nach dem Bekanntwerden der ersten Ergebnisse darüber informiert, dass von den ersten 500 Befunden rund 400 positiv ausgefallen war. Die Firma Tönnies hatte daraufhin schon von sich aus die Anlieferung weiterer Schweine gestoppt.

Die Werkvertragsnehmer der Firma Tönnies, die Beschäftigte in der Zerlegung einsetzen, wurden bereits informiert und angewiesen, dass ihre Beschäftigten und alle nahen Kontaktpersonen bis auf weiteres ihre Wohnungen und Unterkünfte nicht verlassen.  

Bereits in den Tagen zuvor waren durch Tests des Unternehmens und von niedergelassenen Ärzten zahlreiche Beschäftigte von Tönnies und seinen Subunternehmern positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies hatte den Kreis veranlasst, kurzfristig alle Personen zu testen, die am 16. Juni in der Zerlegung Schwein, in der Zerlegung Sauen, in der Kantine und als Beschäftigte des Kreises Gütersloh in der amtlichen Überwachung tätig waren. Aus dieser Reihentestung liegen bisher rund 400 positive Laborergebnisse vor. Die Laborergebnisse betreffen vorrangig Personen, die im Kreis Gütersloh gemeldet sind. Soweit Personen in anderen Kreisen und kreisfreien Städten (wie zum Beispiel die Kreise Warendorf, Paderborn, Soest etc.) betroffen sind, werden die zuständigen Gesundheitsämter kurzfristig informiert. Das Unternehmen hatte nach einem Krisengespräch, zu dem Landrat Adenauer am frühen Morgen des 16. Juni eingeladen hatte, bereits den Personaleinsatz signifikant reduziert, damit im Betrieb größere Abstände eingehalten werden können.

Durch die hohe Zahl an Neuinfektionen hat der Kreis Gütersloh die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen deutlich überschritten. Diese Marke geht auf eine Bund-Länder-Vereinbarung zurück: Wird diese überschritten, sollen Maßnahmen in Erwägung gezogen werden, um das Ausbruchsgeschehen einzudämmen. Dies führt jedoch nicht automatisch zu einem Lock-Down.

Kreis startet neue Coronatests auf Werksgelände

Gütersloh/Rheda-Wiedenbrück. Um das Risiko von weiteren Infektionen in den aktuell betroffenen Betriebsteilen zu verringern, hat die Firma Tönnies in einem heute geführten Gespräch gegenüber dem Kreis zugesagt, insbesondere den Personaleinsatz in den betroffenen Bereichen der Zerlegung signifikant zu verringern, um die innerbetrieblichen Abstände bei der Arbeit zu vergrößern. Landrat Sven-Georg Adenauer hatte Vertreter der Firma Tönnies ins Kreishaus bestellt, da die hohe Zahl an Neuinfektionen in den vergangenen Tagen fast ausschließlich auf Neuinfizierte zurückzuführen war, die im Bereich der Zerlegung beschäftigt sind. Konzernchef Clemens Tönnies und Dr. Gereon Schulze Althoff, Corona-Krisenstabsleiter des Unternehmens, stellten klar, dass es auch im ureigenen Interesse des Unternehmens liege, das Risiko von Neuinfektionen zu minimieren. Insofern werde die Firma Tönnies kurzfristig zusätzlich technische Maßnahmen im Bereich der Belüftung mit Frischluft, der Bestrahlung mit UV-Licht und Raumtemperatur in diesen Betriebsteilen ergreifen. Die Firma Tönnies hat zudem Vorsorge geschaffen, wenn Infizierte und Kontaktpersonen sich in Quarantäne begeben müssen.
16. Juni 2020, von Jan Focken

Seit dem 27.04. sind für Beschäftigte und Kunden in bestimmten Bereichen Mund-Nase-Bedeckungen verpflichtend. Dies gilt

  • in sämtlichen zulässigen Verkaufsstellen und Handelsgeschäften (z.B. Lebensmitteleinzelhandel, Apotheken, Tankstelle, Banken oder Poststellen), auf Wochenmärkten, bei der Abholung von Speisen und Getränken innerhalb der gastronomischen Einrichtungen sowie auf sämtlichen Allgemeinflächen von Einkaufszentren, „Shopping Malls“ oder „Factory Outlets“,
  • in sämtlichen Verkaufs- und Ausstellungsräumen von Handwerkern und Dienstleistern sowie bei der Erbringung und Inanspruchnahme von Handwerks- und Dienstleistungen, die ohne Einhaltung eines Sicherheitsabstands von 1,5 Metern zum Kunden erbracht werden. Ausgenommen sind Personen, die im Rahmen der Dienstleistung ein Fahrzeug lenken,
  • in Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens,
  • bei der Nutzung von Beförderungsleistungen des Personenverkehrs sowie seiner Einrichtungen. Darunter fallen auch Schulbusse, Haltestellen oder U-Bahnhöfe.

Quelle: https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/landesregierung-fuehrt-maskenpflicht-ein

09.04.2020 Am heutigen Donnerstag hat das neue Corona-Behandlungszentrum der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) in Gütersloh seine Arbeit aufgenommen. Das Zentrum, das sich im Gebäudeteil C des Carl-Miele-Berufskollegs in der Wilhelm-Wolf-Straße 2 in 33330 Gütersloh befindet, soll die ambulante Versorgungsebene mit der Zielsetzung ergänzen, Coronavirus-Erkrankte sowie in Quarantäne befindliche Patienten, die auf ihr Testergebnis warten, außerhalb der Praxen der niedergelassenen Vertragsärztinnen und -ärzte zu versorgen. Mögliche Ansteckungsrisiken sollen so weiter minimiert werden.

Quelle und weitere Informationen: www.kreis-guetersloh.de/aktuelles/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilungen/09-04-2020-behandlungszentrum-der-kvwl-in-guetersloh-startet/

Gütersloh, 03.04.2020: Seit Montag (23. März) vergangener Woche gelten in ganz NRW die Regelungen der Coronaschutzverordnung der Landesregierung. Die Polizei unterstützt die Ordnungsbehörden bei der Umsetzung der Verordnung. Dabei werden auch Ordnungswidrigkeitenverfahren und Strafverfahren eingeleitet. Die Einhaltung der Regelungen ist ein wesentliches Element zur Beeinflussung der pandemischen Ausbreitung.

Wie bereits veröffentlicht, halten sich die meisten Bürgerinnen und Bürger im Kreis Gütersloh an diese Regeln und vor allem Abstand voneinander. In einigen Fällen wurden durch Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte jedoch schon Ordnungswidrigkeitenverfahren und Strafverfahren eingeleitet. Dabei sind im Bußgeldbereich mindestens 200 Euro pro angetroffener Person zu zahlen.

Unser Appell: Halten Sie sich auch bei den frühlingshaften Temperaturen, welche in den kommenden Tagen angekündigt sind, an die Vorgaben. Insbesondere Zusammenkünfte von mehreren Personen sollten aus eigenem Interesse nicht stattfinden. Landrat Sven-Georg Adenauer: „Halten Sie egal, ob im öffentlichen Raum oder im privaten Umfeld Abstand zueinander! Verzichten Sie auch für Ihre Mitmenschen auf ein Picknick im Park oder den Grillabend unter Freunden.“ Er verstehe, so Adenauer, welch großer Verzicht von den Menschen derzeit verlangt werde. Aber es gebe täglich immer noch Neuinfektionen, die schnell zu weiteren Infektionen führen können. Das gute Wetter darf nicht dazu führen,  dass wir nachlässig werden. Der Abteilungsleiter Polizei, LPD Christoph Ingenohl, betont hierzu deutlich: „Auch wenn Ihnen nun sonnige und warme Tage bevorstehen, ist es weiterhin wichtig, sich diszipliniert und mit Rücksicht auf die Mitmenschen an die derzeitigen Regelungen zum Schutz aller zu halten!“

Die Polizei wird auch weiter verstärkt auf die Einhaltung der aktuellen Vorgaben achten und Verstöße konsequent verfolgen. Spielplätze, Parks und weitere ‚Hotspots‘ an denen sich üblicherweise gerne Gruppen treffen, bleiben insbesondere auch am kommenden Wochenende in unserem Blickpunkt.

30.03.2020: Das Coronavirus breitet sich in der Bevölkerung zunehmend aus, dennoch kann nicht jeder mit Krankheitssymptomen auf das Virus getestet werden. Doch wann ist ein Test eigentlich sinnvoll und nach welchen Kriterien wird er verordnet? Diese Fragen stellen sich nicht nur Bürgerinnen und Bürger, sondern beschäftigen auch viele Ärzte. „Antworten liefert das Robert Koch-Institut (RKI) in einer einheitlichen Orientierungshilfe für Ärzte. Nach den dort genannten Kriterien sollen sie entscheiden, welche Patienten auf COVID-19 getestet werden“, erklärt Dr. Anne Bunte, Abteilungsleiterin Gesundheit des Kreises Gütersloh. Um die Testressourcen gezielt und effektiv einzusetzen, werden die zu erfüllenden Kriterien dem jeweils neuen Wissensstand angepasst.

Durch die fortschreitende Ausbreitung des Erregers in der Bevölkerung mache es laut RKI keinen Sinn mehr, bei der Testentscheidung nach geografischen Gebieten zu unterscheiden. Demnach entfällt der Aufenthalt in einem Risikogebiet als alleiniges Merkmal für die Testentscheidung.

Hauptkriterium seien nach wie vor Symptome eines Atemweginfektes. Aber auch das bedeute noch lange nicht, dass der Patient sich mit dem Coronavirus angesteckt haben muss. Die Grippe- und Erkältungszeit sei noch nicht vorbei und die Symptome ähneln sich. Daher müssen für einen COVID-19-Test zusätzlich weitere Kriterien erfüllt sein. Wenn jeder mit Atemwegsinfekten getestet werden sollte, würde das die Kapazitäten der Labore übersteigen. Als Folge würden sich die Testergebnisse verzögern, Infektionsketten würden verspätet unterbrochen werden und für die Behandlung von COVID-19-Neuerkrankten, die zur Risikogruppe gehören, würde wertvolle Zeit verloren gehen.

Krankheitssymptome alleine reichen also noch nicht aus für eine Testentscheidung. Doch wenn die oder der Betroffene innerhalb der vergangenen 14 Tage vor den ersten Symptomen Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatte, gilt er als ‚krankheitsverdächtig‘ und damit auch als potenzieller Überträger. Dann sollte man sich sofort in häusliche Quarantäne begeben und telefonischen Kontakt mit seinem Hausarzt aufnehmen. Der werde dann alles Weitere abklären und wenn nötig ein Testverfahren einleiten. Das ist beispielsweise der Fall, wenn die Person zu einer der Risikogruppen gehört oder einen schweren Krankheitsverlauf aufweist.

Bei Erkrankten mit milden Symptomen außerhalb der Risikogruppe entscheidet der Arzt sich mangels ausreichender Kapazitäten eventuell gegen einen Test. Dennoch gelten auch in diesen Fällen die gleichen Regeln wie bei einem positiven Testergebnis: Häusliche Absonderung und den Kontakt zu den Mitbewohnern meiden. „Wir müssen uns auf die Erkrankten konzentrieren, die besonders gefährdet sind und entsprechende medizinische Hilfe benötigen“, erklärt Dr. Bunte.

Ein weiteres Testkriterium ist die Tätigkeit im Gesundheits- und Pflegebereich. Diese Personen haben Kontakt zu Menschen der Risikogruppen und würden diese im Falle einer bestätigten Coronainfektion gefährden. Hier sei es wichtig, die Infektionsketten nachvollziehen zu können, um den Risikopatienten schnellstmöglich zu helfen.

Mittlerweile gebe es auch Schnelltests, mit denen die Kapazitäten der Labore erhöht werden sollen. Deren Qualität sei laut RKI zum jetzigen Stand allerdings noch nicht ausreichend und die Ergebnisse seien nicht zuverlässig. Diese unsicheren Testergebnisse würden außerdem die Statistiken und Prognosen der Fachleute verfälschen.

Quelle: Kreis Gütersloh

30.03.2020: Um die niedergelassenen Ärzte zu entlasten, wird die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) mit Unterstützung des Kreises Gütersloh ein so genanntes Diagnose- und Behandlungszentren im Carl-Miele-Berufskolleg (Gütersloh) einrichten. Als weiterer Standort zieht die KVWL Halle/Westf. in Betracht. Das ist das Ergebnis der Beratungen des Krisenstabs und der anschließenden Ortstermine und Abstimmungsgespräche. „Der Bitte der KVWL um Unterstützung beim Aufbau des Zentrums in Gütersloh und eines möglichen weiteren in Halle kommen wir gerne nach“, verdeutlicht Thomas Kuhlbusch, Krisenstabsleiter und Gesundheitsdezernent. Das Carl-Miele-Berufskolleg ist in Kreisträgerschaft.

„Die Einrichtung zentraler Behandlungszentren ist notwendig, um die steigende Anzahl Coronavirus-Patienten adäquat versorgen zu können, da diese Patienten nicht die Haus- und Facharztpraxen aufsuchen sollen. Geplant ist, sie sukzessive flächendeckend in Westfalen-Lippe einzurichten“, verdeutlicht Dr. Hermann Brune, Leiter der Bezirksstelle Bielefeld der KVWL.

Die regionalen Behandlungszentren sind Anlaufstellen ausschließlich für Patienten, die sich entweder mit dem Coronavirus infiziert haben oder die unter respiratorischen Symptomen, also Atemwegserkrankungen, leiden.

Im Behandlungszentrum schätzt ein Arzt – analog zur Versorgung im Notfalldienst – die Schwere der Infektion und den Behandlungsbedarf der Patienten (auch in Bezug auf mögliche Begleiterkrankungen) ein. Er kann Rezepte und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AU) ausstellen sowie eine stationäre Einweisung festlegen.

„Das Gütersloher Berufskolleg ist von den Vorrausetzungen her sehr gut geeignet“, meint Dr. Hermann Brune. Genug Parkplatze, ausreichend große und gut einsehbare Wartebereiche. So werden die Voraussetzungen geschaffen, dass sich die Hausärzte um alle Nicht-CoVid-19-Fälle kümmern und wieder zum Regelbetrieb übergehen können. Das ärztliche und medizinische Personal  für die Diagnose- und Behandlungszentren wird die KVWL stellen, die in OWL 30 solcher Zentren aufbauen will. Der Kreis stellt weiteres Personal und die Räumlichkeiten, die mit der entsprechenden Technik noch ausgerüstet werden müssen.

„Wir arbeiten im Moment mit Hochdruck daran, das Diagnostik- und Behandlungszentrum im Carl-Miele-Berufskolleg in Betrieb nehmen zu können“, bekräftigen Brune und Kuhlbusch.

Um einen geordneten Ablauf und um ausreichend große Abstände zwischen Patienten zur Vermeidung von Ansteckungen zu gewährleisten, sollen Patienten erst nach telefonischer Kontaktaufnahme mit einem Hausarzt oder einem Krankenhaus kurzfristig Termine angeboten werden.

Weitere Einzelheiten zur Inbetriebnahme und zu den Abläufen, insbesondere den Details der Terminvergabe wird die KVWL in Abstimmung mit dem Kreis bekanntgeben.

Quelle: Kreis Gütersloh

Aufgrund der Maßnahmen zum Schutz vor dem Corona-Virus bleiben weiterhin viele Bürgerbüros und Sozialämter im Kreis Gütersloh für den Publikumsverkehr geschlossen oder nur eingeschränkt erreichbar. Diese Stellen sind auch zuständig für die Ausstellung von Kundenkarten für das im Kreisgebiet gültige Sozialticket TeutoEmsTicket. Deshalb hat der Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe (VVOWL) mit Zustimmung der Bezirksregierung entschieden, die Gültigkeit von Kundenkarten die bis Ende des Monats März bzw. bis Ende April 2020 befristet sind, um einen weiteren Monat bis zum 31. Mai 2020 zu verlängern. Eine Vorsprache der Kunden bei den Ämtern ist damit nicht erforderlich.

Die Verlängerung gilt ausschließlich für die Kundenkarten. Die „eigentlichen“ Tickets für den Monat Mai müssen von den Kundinnen und Kunden normal gekauft werden. TeutoEmsTicket und WeserWerreTicket sind am Fahrkartenautomaten erhältlich, das MobiTicket One bzw. MobiTicket Lippe kann über die Infothek Lippe bestellt werden.

Informationen zur aktuellen Situation im Nahverkehr in OWL bietet die Corona-Hotline

unter 0 52 31/9 77 80 02 (Festnetz).