Kläranlage

Die Kläranlage befindet sich im Stadtteil Liemke. Sie wurde 1979 fertig gestellt und hatte zunächst eine Ausbaugröße für 36.000 Einwohner. Mit der Erweiterung 1992 stieg die Ausbaugröße auf 60.000 EW an.

Die Kläranlage befindet sich im Wapelweg 45, im Stadtteil Liemke. Zur Zeit sind dort sieben Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigt.

 

Das Klärverfahren

 

Das Reinigen von Abwasser ist  ein aufwendiges Verfahren, welches sich aus mehreren Einzelprozessen zusammensetzt.

  1. Mechanische Reinigung

  2. Biologische Reinigung

  3. Chemische Reinigung

  4. Schlammbehandlung

     

Über ein Hebewerk gelangt das Abwasser in die Kläranlage, um anschließend die einzelnen Reinigungsstufen zu durchfließen.

In der ersten Reinigungsstufe (mechanische Reinigung), dazu gehören der Rechen, Sand- und Fettfang und die Vorklärung werden die ungelösten Verschmutzungen (Grobstoffe wie z.B. Sand, Fette, Toilettenpapier, Plastikteile usw.) entfernt.

In der zweiten Stufe (Biologische Reinigung) wird das Abwasser in die Belebungsbecken geleitet, wo durch Mikroorganismen gelöste Schmutzstoffe entfernt werden.

In diesen Belebungsbecken findet auch gleichzeitig die "chemische Reinigung" durch Zugabe von Fällmittel für das Entfernen von Phosphaten statt.

Nach der biologischen - und chemischen Reinigung wird der Belebtschlamm in die Nachklärbecken geleitet, wo sich der Schlamm durch Absetzen vom Wasser trennt. Der abgesetzte Belebtschlamm wird zurück in die Belebungsbecken gepumpt und das gereinigte Abwasser fließt aus den Nachklärbecken in den Schönungsteich und von dort in den Vorfluter (Wapelbach).

Damit die gesetzlichen Grenzwerte am Ablauf der Kläranlage eingehalten werden, müssen alle dafür nötigen Maschinen, Antriebe, Messgeräte und Steuerungen ständig ( 24 h -Bereitschaftsdienst ) überwacht, gewartet, und Instand gehalten werden.

Der bei der Abwasserreinigung zurückbleibende Schlamm wird zur Weiterbehandlung in den Faulturm gepumpt.

Im Faulturm übernehmen spezielle Bakterien und Mikroorganismen die Aufgabe, den Schlamm zu stabilisieren und zu reduzieren (d.h. die organischen Verschmutzungen in Faulgas (Methangas)umzuwandeln).

Dieses Gas dient als Treibstoff für zwei Blockheizkraftwerke, die Strom und Wärme für die elektrische - und thermische Versorgung der Kläranlage liefern.

Nach der Faulung, wird der Schlamm über eine Zentrifuge entwässert.

Dem Schlamm wird Wasser entzogen, damit das Volumen reduziert wird und dadurch besser zwischengelagert werden kann.

Dieser ausgefaulte und entwässerte Schlamm kann dann als organischer Dünger in der Landwirtschaft recycelt werden.

Ihr Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung

Fachbereich Tiefbau und Umwelt

Thorsten Karmeier

Tel.: 05207/8905-226
Fax: 05207/8905-541
E-Mail: thorsten.karmeier@stadt-shs.de
Rathaus: 2. OG, Zi. 226

Fachbereich Tiefbau und Umwelt

Hubert Bülter

Tel.: 05207/2885
E-Mail: hubert.buelter@stadt-shs.de
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