Klimaschutz aktiv!

Die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock ist mit vielen Projekten und Maßnahmen im Klimaschutz aktiv, nicht zuletzt wurde auch mit der wiederholten Auszeichnung des European Energy Award 2014 (EEA) wieder deutlich, wie sehr sich die Stadt beim Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit engagiert.

Mit der Förderung eines Klimaschutzmanagements wurde ein weiterer Schritt in Richtung eines nachhaltigen Energiemanagements in der Kommune gemacht.


Die Klimaschutzmanagerin der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock hat im April 2015 ihre Arbeit im Fachbereich Tiefbau und Umwelt aufgenommen.


Ihre Aufgabe ist die beratende Begleitung bei der Umsetzung des Klimaschutzteilkonzeptes der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock, insbesondere die Umsetzung der im Klimaschutzkonzept für die städtischen Gebäude erarbeiteten kurzfristigen Maßnahmen. Als ein Schwerpunkt wird die Konzeption eines Klimaschutz-Controllingsystems gesetzt. Im Rahmen der Förderrichtlinie sollen der Umsetzungsgrad, der Erfolg und die Wirksamkeit der einzelnen Maßnahmen des Klimaschutzteilkonzeptes dokumentiert werden.


Ziel ist die wirtschaftliche und nachhaltige Verwaltung der städtischen Gebäude. Eine übergreifende Zusammenarbeit und Vernetzung der im Klimaschutz beteiligten Akteure soll initiiert und entwickelt werden.


Die vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative geförderte Stelle war auf einen Zeitraum von zwei Jahren befristet (bis 31.03.2017). Sie ist organisatorisch der Abteilung Tiefbau und Umwelt zugeordnet.


Beteiligte Partner:


    Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit


    Projektträger Jülich / Forschungszentrum Jülich GmbH


    Förderkennzeichen: 03KS5090


Ziel und Inhalt des Vorhabens: Beratende Begleitung bei der Umsetzung des Klimaschutzteilkonzeptes der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock


Seit April 2017 ist die Klimaschutzmanagerin im Rahmen der Förderung des erstellten Integrierten Klimaschutzkonzeptes tätig.

Zum dritten Mal ist die Stadt in diesem Jahr mit dem European Energy Award Silber ausgezeichnet worden.

Seit 2008 nimmt die "Stadt Schloß Holte-Stukenbrock " an dem Wettbewerb "European Energy Award" (EEA) teil.

Der Klimaschutzpreis wird zwar jährlich vergeben, jedoch können sich die Städte nur alle 4 Jahre bewerben. Schloß Holte-Stukenbrock hat diesen Preis bereits in 2010 und 2014 bekommen.

Das Programm zum European Energy Award ist prozessorientiert angelegt und dient dazu, Energie einzusparen und effizient zu nutzen und den Einsatz regenerativer Energien zu steigern. Der European Energy Award® (eea) ist das Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren, mit dem die Klimaschutzaktivitäten der Kommune erfasst, bewertet, geplant, gesteuert und regelmäßig überprüft werden, um Potentiale des nachhaltigen Klimaschutzes identifizieren und nutzen zu können. Das wichtigste Werkzeug des eea-Programms ist der eea-Maßnahmenkatalog. Unterstützt wird das Energieteam der Kommunen bei der Umsetzung durch einen eea-Berater. Um die Handlungsfelder

• Entwicklungsplanung, Raumordnung,

• Kommunale Gebäude und Anlagen

• Versorgung, Entsorgung

• Mobilität

• Interne Organisation (u.a. Strukturen, Beschaffungswesen, Finanzen)

• Kommunikation, Kooperation (u.a. Standortmarketing, Arbeitsgruppen, Beratungsstelle Energie und Ökologie)

effizient bearbeiten zu können, hat die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock ein Energieteam gebildet. Es setzt sich zusammen aus Mitarbeitern der verschiedenen Fachbereiche der Verwaltung. Das Energieteam wird während des gesamten Zertifizierungsprozesses von dem externen für den EEA akkreditierten Energie-Berater des Unternehmens infas enermetric begleitet und intensiv unterstützt.

Der European Energy Award wird an Kommunen vergeben, die mindestens 50 Prozent der vereinbarten Maßnahmen umgesetzt haben. Priorität für die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock hat der schonende und nachhaltige Umgang mit Ressourcen. Die Aktivitäten im Bereich Klimaschutz umfassen ein Konzept zur umweltfreundlichen Mobilität in der Stadt, diverse Potenzialanalysen für Wind- und Solarenergie, die Realisierung einer energieautarken Kläranlage und weitere Projekte.

Seit dem 01.01.2015 ist das langjährige Projekt "Energiesparen macht Schule" in Schloß Holte-Stukenbrock in eine neue Projektphase eingetreten.

Für die Jahre 2015 bis 2017 hat die Stadt Fördermittel im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Bau- und Reaktorsicherheit (BMUB) beantragt und bewilligt bekommen.

Ziel ist es, den Energieverbrauch der Schulen durch verbessertes Nutzerverhalten zu optimieren und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Die BMUB-Förderung ermöglicht die pädagogische Begleitung von Energie- und Klimaschutzmaßnahmen in den beteiligten Einrichtungen. Mit der Projektbegleitung ist die e&u energiebüro GmbH, mit Sitz in Bielefeld, beauftragt. Die Planung von Aktivitäten und Veranstaltungen findet in enger Abstimmung mit der Verwaltungsstelle Tiefbau und Umwelt statt.

Allgemeine Projektbegleitung

Die Schulen erhielten im Jahr 2015 Tipps und Hinweise rund ums Thema Energie und Energiesparen in Form von monatlichen Rundschreiben. Die regelmäßigen Energietipps werden zusätzlich auf der Internetseite für die Schulen veröffentlicht:

http://www.energiesparen-macht-schule.de/e-tipp.html .

Den Schulen stehen zudem seitens des e&u energiebüros schulformen- und fachbezogene Unterrichtsmaterialien zur Verfügung. Aus einem vielfältigen Angebot können sowohl die Primarschulen als auch die Sekundarschulen wählen, wie sie ihre Energiesparaktivitäten unterstützen wollen. Die Materialien wie Checklisten, Hintergrundinformationen und ganze Unterrichtseinheiten stehen den Lehrkräften unserer Projektschulen auch in unserem Downloadbereich zur Verfügung. Weiterhin können alle teilnehmenden Schulen Materialien wie z.B. Experimentierkoffer, Messgeräte und Modelle kostenfrei beim e&u energiebüro ausleihen. Plakate und Sticker sowie Materialien für eine Infowand, welche das Thema "Energiesparen" im Gebäude sichtbar machen, können kostenlos beim e&u energiebüro angefordert werden.

Im Rahmen des Förderprogrammes „Energiesparen an Schulen“ gibt es die Möglichkeit, innerhalb der ersten 12 Monate, einmalig eine Förderung für ein sogenanntes Starterpaket zu beantragen. Die Umsetzung erfolgt innerhalb des Bewilligungszeitraumes (hier: bis Ende 2017).

Das Starterpaket unterstützt zum einen die Verstetigung des Energiesparmodelles, zum anderen soll es zu einer langfristigen Änderung des Nutzerverhaltens führen. Die geplanten Ausgaben unterstützen dabei insbesondere den pädagogischen Ansatz.

Die Förderung besteht aus einer nicht rückzahlbaren Zuwendung in Höhe von bis zu 50%. Es muss jedoch eine Mindestzuwendung von 5.000 Euro ergeben.

Gefördert werden Ausgaben für:

•    Unterrichts- und Ausstellungsmaterial innerhalb der Einrichtungen

(Bildungsmaterial, Bastelbedarf, Experimentierkoffer, Schaukasten)

•    Öffentlichkeitsarbeit (Poster, etc.)

•    Aktionstage

•    Messgeräte (Strommessgerät, Lüftungsampel …)

u.v.m.

Ein Maßnahmenpaket für die Schulen in Schloß Holte-Stukenbrock müsste zusammengestellt werden. Dabei sollte das e&u Energiebüro unterstützend mitwirken, da das Büro durch ihre jahrelange Zusammenarbeit mit den Schulen den Bedarf der einzelnen Schulen bestens kennen.

Das zusammengestellte Maßnahmenpaket umfasst folgende Materialen / Aktionen:

•    CO2-Ampel (9 Stück)

•    Thermometer / Hygrometer (120 Stück)

•    Schaukästen (9 Stück)

•    Umwelttheater

•    Geoscopia

Bei dem Projekt wurde die Wärmeversorgung der örtlichen städtischen Liegenschaften im Bereich mittels eines Fernwärmnetzes von ca. 600 m Trassenlänge zu einem Wärmeverbund zusammengeschlossen. Bei der Auswahl der Fernwärmerohre wurde schon während der Projektierung auf eine höchst mögliche Effizienz geachtet, um die Wärmverluste auf der Trasse zu minimieren. Aus diesem Grund wurden Fernwärmerohre in der höchst möglichen Dämmstärke verlegt.

Durch die Errichtung des Biomasseheizwerkes in Kombination mit einem hocheffizienten Erdgas-BHKW wird zukünftig fast ausschließlich die Wärme klimaneutral aus dem regenerativen Energieträger Holz in Kombination mit hocheffizienter KWK bereit gestellt. Die Gaskessel in den Liegenschaften bleiben zwar bestehen- sie dienen jedoch nur noch zur Abdeckung der Spitzenlast im Netz oder werden im Falle einer Havarie des Holzkessels betrieben.

In den neu geschaffenen Wärmeverbund wurden verschiedene städtische Liegenschaften eingegliedert. Zu den aus dem Wärmenetz versorgten Liegenschaften gehören das Rathaus der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock, das Gymnasium, die Realschule, das Hallenbad und eine Mehrfachsporthalle.

Mit der Realisierung der Maßnahme wurde ein Wechsel von der ausschließlichen Wärmebereitstellung mittels des fossilen Energieträgers Erdgas auf eine mehrheitliche Wärmebereitstellung aus dem regenerativen Energieträger Holz erreicht. Somit werden zukünftig Jahr für Jahr des Betriebs der Anlage erhebliche Mengen des klimaschädlichen Gases CO2 eingespart.

Übergeordnet wurde eine Leittechnik installiert, die einen nahezu autarken Betrieb der Anlage ermöglicht und Störungen unmittelbar an den Betreiber gemeldet werden.

Anlagentechnik:

- Holzkessel: Fabrikat Polzenith GmbH & Co. KG; Typ HORST, Nennleistung: 600 kWth

- Erdgas-BHKW: Fabrikat COMUNA-metall Vorrichtungs-und Maschinenbau GmbH, Typ 2726-02, Nennleistung 92 kWth / 50 kWel

-Fernwärmenetz: Kunstoffmantelrohr (KMR) DN40-125, 2x verstärkte Dämmung, Cu-Netzüberwachung (nordisches System), Trassenlänge ca. 600 m

Beteiligte Partner

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konrekten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Ihre Ansprechpartnerin im Rathaus

Fachbereich Tiefbau und Umwelt

Stefanie Schäfer

Tel.: 05207/8905-227
Fax: 05207/8905-541
E-Mail: stefanie.schaefer@stadt-shs.de
Rathaus: 2. OG, Zi. 227