Bekämpfung von Umgebungslärm

Die Umgebungsrichtlinie von 2002 hat das Ziel, ein gemeinsames Konzept zur Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm festzulegen, um schädliche Auswirkungen und Belästigungen durch Lärm zu verhindern, ihnen vorzubeugen oder sie zu vermindern.

Definiert wird der Umgebungslärm als belästigende oder gesundheitsschädliche Geräusche im Freien, die durch Aktivitäten von Menschen verursacht werden. Die EG-Umgebungslärmrichtlinie zählt darunter Lärm, der durch Straßenverkehr, Schienenverkehr und Flugverkehr auf Straßen und Schienenstrecken und bei Flughäfen verursacht wird.

In der 1.Stufe 2007 wurden vom Landesamt Straßen mit mehr als 6 Mio. Kfz pro Jahr kartiert. In Schloß Holte-Stukenbrock betraf es die A33. Die Auswertung der Lärmkartierung ergab, dass Lärmbelastungen von 70 dB(A) tagsüber bzw. 60 dB(A) nachts an 2 Gebäuden erreicht bzw. überschritten werden. Daraufhin wurde von der Stadtverwaltung ein Lärmaktionsplan aufgestellt.

Der Plan wurde dem für die A33 zuständigen Straßenbaulastträger, die "Straßen NRW", vorgelegt. Eine erneute Prüfung der Lärmbelastung durch den Straßenbaulastträger ergab, dass die derzeitigen Lärmschutzmaßnahmen an der A33 für die betroffenen Gebäude ausreichend sind. Ein unbefriedigendes Ergebnis für die Stadtverwaltung.

Eine Intervention beim Ministerium und die Einschaltung des Städte- und Gemeindebundes konnte am Ergebnis nicht ändern, denn die Städte, die einen Lärmaktionsplan aufstellen, haben keine Befugnisse für die Durchsetzung von lärmmindernden Maßnahmen gegenüber dem Straßenbaulastträger.

In der 2. Stufe wurden nun vom Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) in 2012 die Hauptverkehrsstraßen mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als drei Millionen Kraftfahrzeugen pro Jahr (>3 Mio. Kfz/a) kartiert und in Lärmkarten dargestellt. In Schloß Holte-Stukenbrock sind in diesem Zusammenhang die Oerlinghauser Straße, die Bielefelder Straße/Hauptstraße und die Augustdorfer Straße untersucht worden.

Maßnahmen zur Lärmminderung sind erforderlich, wenn in einer Lärmkarte eine Lärmbelastung von 70 dB am Tag bzw. 60 dB in der Nacht dargestellt ist. Nach einer ersten Überprüfung haben sich im Bereich der Hauptstraße Überschreitungen der Lärmbelastung ergeben.

Weiterführende gebäudescharfe Informationen zur Lärmbelastung an den betroffenen Straßen sind im Internet unter http://www.umgebungslaerm.nrw.de abrufbar.

In der Sitzung des Stadtrates am 12.11.2013 wurde ein neuer Lärmaktionsplan verabschiedet. Der Beschluss sieht vor, dass die Verwaltung die im Lärmaktionsplan vorgeschlagenen Maßnahmen zur Lärmminderung umsetzt. Der Lärmaktionsplan ist hier einzusehen.

Ihre Ansprechpartnerin bei der Stadtverwaltung

Fachbereich Tiefbau und Umwelt

Stefanie Schäfer

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