Der Mann, der Jan Böhmermann verklagt - Neue Erdogan-Biografie von Cigdem Akyol

In ihrer umfassenden Biografie zeichnet die Journalistin und Autorin Cigdem Akyol den Weg Erdogans von einer Kindheit in ärmlichen Verhältnissen bis ins höchste politische Amt der Türkei nach.

Akyol Cigdem © Karl-Heinz Kuball

Recep Tayyip Erdogan ist eine der schillerndsten Figuren auf der internationalen politischen Bühne.
Er war es, der die Türkei in eine nie dagewesene Phase der Stabilität und des wirtschaftlichen Aufschwungs führte. "Er ist ein rapide lernender Charakter, der Fehler selten ein zweites Mal macht. Dabei orientiert er sich nur an seiner eigenen Person und nicht, wie immer suggeriert wird, am Glauben."

Unter der Regierung Erdogans bewegte sich die Türkei immer weiter in Richtung Europa. Erdogan ist es aber auch, der einen rücksichtslosen Kampf gegen politische Gegner und kritische Medien führt und die Reislamisierung der Türkei initiiert hat. „Seine Türkei ist ziviler und moderner geworden, aber nicht demokratischer“, weiß die Türkei-Korrespondentin Cigdem Akyol.

Cigdem Akyol, geboren 1978, studierte Osteuropakunde und Völkerrecht an der Universität in Köln und der Lomonossow-Universität in Moskau. Anschließend wurde sie an der Berliner Journalisten-Schule ausgebildet. 2006 begann sie als Redakteurin bei der taz in Berlin, zunächst im In-landsressort, später Wechsel zu den Gesellschaftsseiten. Nach beruflichen Stationen im Nahen Osten, in Zentralafrika, China und Südostasien ging sie 2014 als Korrespondentin nach Istanbul. Sie schreibt u.a. für die APA, die NZZ, die WOZ, für Zeit online und die FAZ.

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