Camping de luxe: Im Schlaffass auf dem Campingplatz am Furlbach

"Hier gibt es nichts, außer Natur", sagt Frau Auster-Müller und strahlt. Aber sie irrt sich gewaltig. Hier gibt es eine gut frequentierte Tischtennisplatte, eine Boulebahn, einen Gemeinschaftsraum, ein Lädchen, einen Spielplatz, Volleyball und natürlich Fußball. Und, viel wichtiger, den Wald und ganz, ganz viele nette Menschen.

Kein Wunder, dass sich immer mehr neue Camper hierher verirren. Solche, die die Natur suchen, die mit dem Rad auf dem EuropaRadweg R1 unterwegs sind, oder die mit der Familie kommen, weil sie nicht mehr im Stau stehen möchten und deswegen einen Urlaub fern vom Alltag, aber doch nah der Heimat suchen. "Der Platz bedient das, was die Gäste suchen", begründet Frau Auster-Müller den Erfolg, dass immer mehr neue Gäste immer länger bleiben.

Frau Auter-Müller ist zu Recht auch ein bisschen stolz auf ihre Pressearbeit: kürzlich stand ein überregionaler Bericht in der Zeitung, das Radio-GT-Spaßtelefon hat sie mit Bravour bestanden und Montag kommt der WDR für Filmaufnahmen. Und heute übernachten wir hier. Im Schlaffass. Ich könnte ja behaupten, die anderen haben ihre Idee aus unserer Blog-Planung "Zukunftsthemen", aber das wäre wohl ein wenig vermessen...

Fünfzig Kilometer im Umkreis, von weiter weg kommen die  meisten nicht. Und aus Holland. "Wenn die Gäste hier sind, haben sie Urlaub. Zu Hause kümmert man sich ja doch immer um irgendetwas. Hier spielen die Kinder miteinander und die Eltern können endlich einmal ein Buch lesen und sich entspannen. Wir haben hier vor allem Gäste, denen die Natur reicht. Das ist ein tolles Klientel. Und dadurch, dass der See nicht direkt am Platz ist, können die Kinder nach Herzenslust laufen", zeigt Frau Auster-Müller die Vorteile ihres Platzes auf.

Der Campingplatz, auf dem wir heute in unseren urgemütlichen Schlaffässern übernachten, ist unter den zehn schönsten Naturcampingplätzen im Internet gelistet, erzählt uns ein Camper aus Bergheim und überrascht damit auch Frau Auster-Müller, die seit drei Jahren den Campingplatz am Furlbach nebenberuflich führt. Ihre Gäste lieben diese Gegend, den Teutoburger Wald, die vielen Bäche in der Nähe und dass der Campingplatz mit seinem Baumbestand punkten kann. Frau Auster-Müller erklärt ihren Gästen immer auch die Fahrradkarte, die vorne am Empfang hängt, damit sie sich orientieren können und wissen, was es in der Umgebung zu entdecken gibt.

Die Natur steht mehr und mehr im Fokus, erzählt sie. Und auch die Gäste bestätigen das. "Wir haben früher auf Campingplätzen mit Animationsprogramm Urlaub gemacht", erzählt Michael. "Das wollen wir jetzt nicht mehr. Wir sind hier so herzlich aufgenommen worden, bei der Ankunft am Empfang und auch die Kinder haben sofort Anschluss gefunden. Mein Sohn hat gesagt, >ich glaube, es gibt hier nur nette Menschen<". Das ist mal ein Kompliment! Michael bleibt mit seinen beiden Kindern zehn Tage. Vielleicht aber auch fünf Wochen.

Auch wir fühlen uns hier hervorragend aufgehoben. Es riecht nach frischem Holz in unseren Fässchen, die große Matratze ist sehr gemütlich und das Fenster direkt am Bett ist natürlich das Highlight. Direkt in der Natur, das sind also auch wir. Vor den Fässern steht jeweils eine urige Sitzgruppe, an der wir unser Abendessen einnehmen. Dann geht es zum Spielplatz. Dort sitzen wir mit Frau Auster-Müller und einem weiteren Camper bis spät abends auf dem Karussell und unterhalten uns über den Campingplatz und Campen im Allgemeinen, während die Kinder ihren Spaß haben. 

Dann geht es noch kurz in die sehr sauberen Waschräume und ab ins Bett. Herrlich, bei offenem Fenster darf die Nacht beginnen, später schließen wir die Fenster, denn der angekündigte Regen hat eingesetzt. Zum Glück haben die Nachbarn, die noch im Dunkeln ihr Zelt aufgebaut haben, es rechtzeitig geschafft. Die Matratzen sind erstaunlich gut, wir schlafen alle hervorragend. Als der Campingplatz langsam erwacht, regnet es leider noch immer. Aber einen echten Camper stört das nicht. Das leichte Geprassel auf den Dächern fördert noch die Gemütlichkeit. Langsam sammeln sich aber auch wieder immer mehr Kinder im Freien. Es darf wieder gespielt werden.

Wir gehen erstmal zum Frühstück, das wir auf Vorbestellung im liebevoll gestalteten Gemeinschaftsraum kredenzt kriegen.  Regionale Produkte, Eier von den Hühnern des Campingplatzes, frischer Kaffee... mmh, lecker! Hier ist schon wieder eine Menge los. Außer uns frühstückt hier zwar heute niemand, aber die Camper holen ihre vorbestellten Brötchen, Spätankömmlinge melden sich an der Rezeption, und es kommen schon erste Radgruppen zu Besuch, die heute nur auf der Durchreise sind. Frau Auster-Müller erzählt von ihrem Wunsch, den Sie für ihren Campingplatz noch hat: Sie würde das Lädchen gerne an jemanden verpachten, der selbst gebackenen Kuchen und abends zwei, drei Kleinigkeiten anbietet. Das wäre noch was! Der Pizzadienst von gestern Abend war zwar auch sehr gut, aber ein einfaches, leckeres Gericht vom platzeigenen Lädchen wäre auch toll gewesen.

Unsere letzte Amtshandlung für heute ist das Aufhängen des Hinweises auf den Selfie-Point, den Frau Auster-Müller vor dem Wahrzeichen des Campingplatzes, dem Stammhaus der Familie Auster, installiert hat. 

Noch sind wir vor Ort, aber die Kinder fragen schon, wann wir wiederkommen können. Fast ein bisschen wehmütig steigen wir heute wieder aus - aus dem herrlichen Urlaub auf Zeit.

Mehr Infos:

Campingplatz am Furlbach, Am Furlbach 33 33758 Schloß Holte-Stukenbrock
Tel. 05257 3373 oder Tel. 05241 340230, Fax: 05257 940373
info@CampingplatzAmFurlbach.de
www.campingplatzamfurlbach.de

Platz-Öffungszeiten: täglich von 07:00-12:30 und 14:30-22:00 Uhr
Büro- und Laden-Öffnungszeiten: täglich 8:00-10:00 und 15:00-18:00 Uhr

Wir wollen Besonderheiten und Typisches aus der Stadt zeigen. Nicht im Hochglanzprospekt, sondern echt, ehrlich und persönlich erlebt. Wirtschaft, Familienthemen und natürlich Landschaft und Naturgenuss kommen zum Tragen.
Hierzu suchen wir Firmen, kleine und große Organisationen, Menschen und Landschaften auf, führen Gespräche, machen Fotos und/oder Videos und bereiten das Ganze als Erlebnisbericht auf.

Die Autoren des SHS-Blogs sind wir Mitarbeiterinnen aus dem Stadtmarketing, also Sandra Langer für die Fotos und Imke Heidotting für die Texte.
Wir sind in SHS und Umgebung heimisch und gehen oft und gerne mit offenen Augen durch die Stadt. Manche Themen empfinden wir als besonders teilenswert. Daher haben wir diese Seite für Sie eingerichtet, die wir nach und nach mit immer mehr unterschiedlichen Themen füllen werden.

Wir sind noch am Anfang - unser erstes Blog-Erlebnis war der Besuch beim Orchideenzuchtbetrieb Röllke vom 02.06.2017. Am 27.06. waren wir dann in der Gedenkstätte Stalag. Ganz anders, aber ebenfalls unbedingt einen Besuch wert. Die Nacht vom 21. auf den 22.07. haben wir ganz gemütlich im Schlaffass verbracht.

Es werden noch viele weitere Themen folgen - der nächste Termin steht schon fest...

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